Mitarbeitermobilität

Drahtesel statt Dienstwagen

Das Gros der Arbeitnehmenden fährt nach wie vor mit dem eigenen Pkw zum Job. Gerade junge Fachkräfte wünschen sich jedoch ein flexibles Mobilitätsbudget.

Saskia Schumann
Bildquelle: Image Source / Henglein and Steets

Heute Leihrad, morgen Öffis und am nächsten Montag E-Auto – 40 Prozent der Arbeitnehmenden wünschen sich einer Studie von SAP Concur zufolge von ihrem Arbeitgeber ein individuelles und flexibles Mobilitätsbudget. Ein Drittel der Befragten betont, keinen eigenen Dienstwagen zu benötigen, und würde stattdessen ein Carsharing-Angebot begrüßen. Ebenfalls 35 Prozent hätten gerne ein E-Bike, mit dem sie bequem zum Büro und zu Kundenterminen in der Nähe radeln und sich gleichzeitig fit halten können.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Noch immer nutzen 60 Prozent der Befragten den privaten Pkw, weitere sechs Prozent den Dienstwagen für den Weg ins Büro, 20 Prozent der Arbeitnehmenden den den öffentlichen Nahverkehr. Ein vom Arbeitgeber subventioniertes Jobticket erhielten allerdings nur sieben Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Jobrad: Zwar fahren insgesamt neun Prozent der Mitarbeitenden mit Fahrrad oder E-Bike zur Arbeit, jedoch erhielten gerade einmal 0,4 Prozent der Befragten das Rad im Rahmen eines Job-Bike-Angebots. „Unternehmen kommen damit den Wünschen ihrer Mitarbeitenden vielerorts noch nicht nach“, so die Conclusio der Studie.

Erschienen Juni 2023 in Deutschlands Arbeitswelt