Baden-Württemberg  |  Umweltbewusst wohnen

Schaffe, schaffe, grünes Häusle baue

Egal, ob als Bauherr oder Hausbewohner: Für immer mehr Menschen spielen umweltbewusste Lösungen rund um die eigenen vier Wände eine wichtige Rolle, angefangen bei klimafreundlichen Baustoffen über flächensparende Bauten bis zur Nutzung von Smart-Living-Technologien. Baden-Württemberg etabliert sich zusehends als Trendsetter für eine klimagerechte Baukultur.

Von Jens Bartels
Bildquelle: iStock / welcomia

Der Staubsaugerroboter fährt selbstständig durch das Wohnzimmer, das Licht wird per Smartphone-App geregelt, beim Verlassen der Wohnung drosselt sich die Heizung: Smarte Lösungen halten in immer mehr Haushalten Einzug. Wer einmal Smart-Home-Geräte nutzt, will nicht mehr davon weg. Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage im Herbst des vergangenen Jahres nutzen 41 Prozent der Befragten solche Anwendungen. 77 Prozent würden in ihren eigenen vier Wänden am liebsten alle technischen Geräte miteinander vernetzen und digital steuern. Fast drei Viertel (72 Prozent) betonen, ihnen helfe das smarte Zuhause dabei, energieeffizienter zu leben. Dies gilt insbesondere für intelligente Heizkörper und Thermostate, die etwa in der Lage sind, die Temperatur in der Wohnung immer optimal anzupassen – beispielsweise abhängig davon, ob gerade gelüftet wird, ob Personen anwesend sind und teilweise sogar unter Berücksichtigung der Wettervorhersage. Für ein Drittel (33 Prozent) ist die Nachhaltigkeit der Smart-Home-Anwendungen selbst sogar ein klares Kaufkriterium.

Ökologische Baustoffe nutzen
Der Trend zu mehr Energieeffizienz und nachhaltigen Lösungen lässt sich nicht nur beim Thema Wohnen, sondern auch beim Bau eines neuen Eigenheims beobachten. Egal, ob in Stuttgart, Konstanz oder Heidelberg: Wer nachhaltig bauen möchte, sollte bereits in der Planungsphase verschiedene Dinge berücksichtigen. Dazu zählt die Schonung von Naturräumen durch flächensparendes Bauen oder eine umweltgerechte Planung des Bauprozesses. Klar muss auch bereits beim Planungsstart sein: Ein großes Haus benötigt während und nach der Fertigstellung viel mehr Energie als ein kleineres Eigenheim. Zudem spielt der Einsatz alternativer Energiequellen oder die Gestaltung der Gebäudehülle eine wichtige Rolle bei der Umsetzung einer nachhaltigen Lösung.
Ein weiterer Faktor auf dem Weg zu klimafreundlicheren Bauten ist natürlich auch die Auswahl der verwendeten Baumaterialien. Ökologische Baustoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus einer nachwachsenden Ressource gewonnen werden und die Herstellung mit geringen Umweltbelastungen verbunden ist. Zudem lassen sich klimafreundliche Materialien wieder der Kreislaufwirtschaft zuführen. Klimafreundlich ist übrigens in diesem Zusammenhang auch das Vermeiden langer Transportwege durch die bewusste Entscheidung für regionale Bauteile und -stoffe.

Umweltbewusst wohnen und durch Holz das Klima schützen
Als CO2-neutraler Baustoff ist insbesondere Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft als natürlicher und nachwachsender Rohstoff ausgesprochen klimafreundlich. Das gilt aber nur, wenn das Holz wirklich aus nachhaltiger Forstwirtschaft und nicht aus Raubbau stammt. Weitere Vorteile von Holz sind die gute Wärmespeicherkapazität und das vergleichsweise geringe Eigengewicht. Baden-Württemberg geht in diesem Bereich durch die Holzbau-Offensive als Vorbild voran. Mit seinem großen Waldbestand bietet das Bundesland beste Bedingungen für eine starke Entwicklung des Holzbaus und der Bio-Ökonomie. Zudem gibt es im Südwesten eine Vielzahl von hochqualifizierten holzverarbeitenden Betrieben, erfahrenen Architekten sowie eine hervorragende Aus- und Weiterbildungslandschaft.

Erschienen April 2022 in Grünes Baden-Württemberg

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