Bayern | Regenerative Energie

Luft nach oben

Die Strategie der Staatsregierung, den Freistaat Bayern bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu machen, erfordert von allen Beteiligten größte Anstrengungen.

Jens Bartels

Derzeit deckt Bayern nach Angaben des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft ungefähr 20 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen. Entsprechend groß ist der Handlungsbedarf, um den Freistaat bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu gestalten. Darauf weist eine Studie im Auftrag der bayerischen Energiebranche aus dem Jahr 2021 hin. So wird vorgeschlagen, auf der einen Seite den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren und auf der anderen Seite die erneuerbaren Energien deutlich schneller auszubauen. Dabei gehen die Autoren der Studie davon aus, dass der nötige Strom nur zu etwa 15 Prozent importiert werden und der größte Teil des in Bayern verbrauchten Stroms auch im Freistaat produziert werden sollte. Das bedeutet aber: Der Freistaat braucht künftig fast sechsmal so viel Photovoltaik und mehr als fünfmal so viel Windkraft wie heute.

Regenerative Energie: Mehr Windräder geplant

Um diese Ziele zu erreichen, hat nun auch die bayerische Staatsregierung reagiert und im Mai 2022 ein neues Energiekonzept angekündigt. So planen die Verantwortlichen deutlich mehr Photovoltaik, ein Plus an Geothermie und Biogas, aber auch eine Änderung der Abstandsregeln bei Windrädern. Entlang von Autobahnen, im Umfeld von Gewerbegebieten und in Waldregionen sollen Ausnahmeregeln gelten. Damit will die Staatsregierung den Beitrag erneuerbarer Energiequellen zur Versorgung bis zum Jahr 2030 verdoppeln.

Erschienen Juli 2022 in Grünes Bayern

Bildquelle: iStock / Marcus Millo