Nordrhein-Westfalen  |  Chancen in der Chemiebranche

Beste Aussichten

Die chemische Industrie zählt zu den stärksten Industriezweigen Nordrhein-Westfalens. Nachwuchskräfte sichert sich die Branche auch mit attraktiven Einstiegsgehältern.  

Von Saskia Schumann
Bildquelle: isStock | dra_schwartz

Allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres setzten die Unternehmen der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen 34 Milliarden Euro um – ein Plus von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pole Position: Auf die chemische Industrie entfällt damit der größte Anteil am Gesamtumsatz aller Industriebetriebe in NRW, hat das Landesstatistikamt IT.NRW ermittelt. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2020 erwirtschaftete die Branche einen Umsatz in Höhe von 41,2 Milliarden Euro.

Attraktive Gehälter

Auch die Zahl der Beschäftigten in der Branche wächst deutschlandweit stärker als in der gesamten Industrie, hat der Chemieverband VCI in der Studie „Roadmap Chemie 2050“ ermittelt. Rund um Rhein und Ruhr beschäftigten die 457 Chemieunternehmen im vergangenen Jahr 97.080 Mitarbeiter. Über alle Berufe und Gehaltsgruppen verdienten die nach Angaben von IT.NRW im Schnitt 6.488 Euro brutto im Monat. Aber auch für die Zeit nach dem Job können sich die Chemiemitarbeiter auf ein gutes „Mehr“ verlassen: So unterstützen die Konzerne nach Angaben des VCI den Aufbau einer Zusatzversorgung über eigene Pensionsfonds.

Und auch dem Fachkräftemangel begegnen die Unternehmen der chemischen Industrie mit attraktiven Rahmenbedingungen. So locken in der Chemiebranche, zu der auch das Gebiet der Verfahrenstechnik zählt, die derzeit höchsten Einstiegsgehälter für akademische Nachwuchskräfte. Im Median verdienen Hochschul-Absolventen in den ersten drei Berufsjahren 55.800 Euro pro Jahr, hat das Online-Portals Gehalt.de im Rahmen einer Umfrage unter 40.000 Nachwuchsakademikern analysiert. Beste Aussichte also sowohl für die Konzerne als auch für Nachwuchsfachkräfte.

 

Erschienen Dezember 2021 in Karriere 2022

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